SchulFreunde Schwabing e.V.
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Daniela Keller
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Anbei finden Sie Auszüge aus unseren Pädagogischen Konzept. Das Gesamtwerk können Sie als PDF Dokument downloaden.
Als wichtigstes Erziehungsziel innerhalb des Schülerhortes sehen wir es als unsere Aufgabe, die sozialen und emotionalen Fähigkeiten der Kinder zu stärken und zu fördern. Als wichtigste Ziele stehen im Vordergrund:
An erster Stelle geht es bei den SchulFreunden um die Kinder. Sie sollen einen Ort vorfinden, der ihren Bedürfnissen entspricht und sich mit ihnen entwickelt. Jedes einzelne Kind soll in seiner Eigenart wahrgenommen und angenommen werden. Nur so ist es möglich, Kinder ihren Neigungen entsprechend zu fördern und ihnen in schwierigen Situationen Hilfe anzubieten. Neben einer familienähnlichen Situation wollen wir den Kindern Raum für die Begegnung mit Gleichaltrigen bieten, in dem echte Beziehungen aufgebaut werden. Dabei wollen wir das Hauptaugenmerk auf das gemeinsam Erlebte legen und nicht nur Hausaufgabenbetreuer sein.
Der Eintritt in den Hort bedeutet für die Kinder gleichzeitig den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Für die meisten Kinder ist der Eintritt in die 1. Klasse zeitgleich und stellt für sie deshalb eine besondere emotionale Herausforderung dar. An der er-folgreichen Bewältigung dieses Übergangsprozesses wollen wir den Kindern unterstützend zur Seite stehen.
Die Hausaufgabenzeit ist fester Bestandteil des Tagesablaufs. Im Schülerhort sollen die Kinder eine Atmosphäre vorfinden, in der sie ihre Hausaufgaben selbständig und zügig erledigen können. Wir werden einen regelmäßigen und persönlichen Austausch mit der jeweiligen Kontaktlehrkraft für den Hort bzw. dem/der KlassenlehrerIn pflegen, so dass eine optimale außerschulische Förderung gewährleistet ist.
Die Verantwortung für die individuelle Leistung und den schulischen Erfolg bleibt dennoch grundsätzlich bei den Eltern und kann nicht auf die Bezugspersonen übertragen werden.
Der Schülerhort setzt sich idealerweise aus Jungen und Mädchen unterschiedlicher Altersgruppen zusammen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, das gleichberechtigte Zusammenleben von Mädchen und Jungen zu vermitteln. Eine Methode hierfür ist die Verantwortungsübernahme bestimmter Bereiche unabhängig vom Geschlecht.
Wir wollen durch möglichst tägliche Begegnungen mit der Natur den Kindern die Möglichkeit verschaffen, die Umwelt sinnlich zu erfassen. Im Hort legen wir Wert auf eine ausgewogene Ernährung mit frischen und gesunden Lebensmitteln, die wir selbst verarbeiten. Die Kinder werden hier nicht ausgegrenzt, sie können den Speiseplan mitgestalten und kleine Aufgaben übernehmen.
Im pädagogischen Sinn ist Demokratie Mitbestimmung. In diesem Sinn möchten wir die Kinder unterstützen, Verantwortung zu übernehmen für die Dinge, die sie um sich herum erleben. Im Hort können sie durch Beteiligungsverfahren wie dem Kinderplenum lernen, ihre eigenen Interessen zu vertreten.
Interkulturelle Erziehung trägt dazu bei, Toleranz, Empathie und Kooperationsfähigkeit zu entwickeln. Im Hort sollen auch Kinder mit Migrationshintergrund aufgenommen werden, um einerseits einen Beitrag zur Integration zu leisten und um andererseits eine Erziehung zu sprachlicher und kultureller Aufgeschlossenheit zu fördern. Es geht uns um die Erkenntnis, dass die eigene Sichtweise als eine Perspektive unter anderen möglichen gesehen wird. Mit dieser Form der interkulturellen Arbeit wollen wir einen Beitrag zur Vermeidung oder Verfestigung von Vorurteilen leisten.
Die Beziehung der Eltern und Bezugspersonen soll im Sinne der Kinder vertrauensvoll und partnerschaftlich gestaltet werden. Regelmäßige Gespräche über die Erziehung und Entwicklung des Kindes soll diese Zusammenarbeit stützen, um bei Bedarf gezielte Fördermaßnahmen in Absprache mit den Eltern in die Wege zu leiten. Als weitere Formen der Zusammenarbeit mit der Elterngemeinschaft kommen auch themenzentrierte Elternabende oder Stammtische, Familienfeste oder gemeinsame Ausflüge in Betracht.
Durch den Schuleintritt wird die freie Zeit pro Tag, in der die Kinder entsprechend ihren eigenen Ideen und Neigungen handeln können, deutlich eingeschränkt. In unserer Einrichtung wollen wir den Schulkindern die Möglichkeit bieten, Kind sein zu dürfen, um damit die Chance einer eigenständigen emotionalen, kreativen und intellektuellen Entwicklung zu wahren.
Im freien Spiel drücken Kinder ihre Gefühle, Triebe, Erlebnisse, Träume und Phantasien aus und können dabei auch versteckte Ängste erkennen und überwinden. Nur ein situations- und bedürfnisorientierter Ansatz pädagogischen Handelns kann dies in angemessener Weise berücksichtigen. Für unseren Tagesablauf bedeutet dies, dass wir es vermeiden, Zeitabläufe unnötig zu unterbrechen. Fester Bestandteil im Alltag sind nur die Hausaufgabenzeit und das gemeinsame Essen. Der lebendige und aufmerksame Kontakt mit den Kindern und unsere Beziehung zu ihnen ist uns besonders wichtig.
Bildnerisches Gestalten stärkt die Äußerungs- und Zuwendungsfähigkeit der Kinder, macht Zusammenhänge bewusst, entspannt und fördert dabei die Kreativität und Phantasie. Dabei geht Kreativität über das eigene Tun hinaus und erstreckt sich auch auf das Erkennen, Interpretieren, Beurteilen und Genießen von Kunst, Landschaft und Menschen. Nicht die Reproduktion, sondern die eigene Ausdrucksform steht im Vordergrund.
Die Kinder haben hier die Möglichkeit, Vorschläge vorzubringen, über Probleme und Schwierigkeiten zu berichten, um so gemeinsam mit den Erzieherinnen und Betreuerinnen nach Lösungen zu suchen, die den Ablauf im Hort verbessern. Regeln und Grenzen können den Kindern so plausibel gemacht werden und bei Bedarf auch verändert werden, sofern sie keine allgemeinen Prinzipien verletzen.
Eine besondere Art des Freizeitangebots bildet die Freitagsaktion. Da wir an diesem Tag die Hausaufgaben nicht im Hort erledigen, bleibt uns besonders viel Zeit für Außenaktivitäten. Im Vorfeld besprechen wir mit den Kindern das Ziel unseres gemeinsamen Ausflugs.
Die Tradition von wiederkehrenden Festen im Jahresablauf ist ein gelungenes Beispiel für die Begegnung mit allen am Erziehungsprozess Beteiligten und fördert ein „Wir-Gefühl“. Darüber hinaus sollen auch dem Hort nahestehende Personen zu diesen Festen eingeladen werden, um gute Kontakte zu pflegen und so Wertschätzung zu bekunden. Wir wollen keine geschlossene Gruppe sein und bemühen uns um den Kontakt nach Außen.
Die Qualität der zu leistenden Arbeit bei den Schulfreunden hängt vor allem von der Intensität einer gelebten Teamarbeit ab. Wir wollen nicht lediglich eine Gruppe von MitarbeiterInnen sein, sondern echte Kontakte im Berufsalltag pflegen. Ein zufriedenes, freundlich miteinander umgehendes Team wirkt sich positiv auf die Atmosphäre in der Einrichtung aus.
Während der wöchentlich stattfindenden Teamgespräche haben alle Erzieherinnen die Möglichkeit, ihre Arbeit gemeinsam zu reflektieren. Dabei geht es uns um eine reale Selbsteinschätzung, um die Reflexion der Arbeit mit den Kindern und den Umgang im Team.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist die bedeutsamste Voraussetzung für eine kindorientierte Arbeit. Wir wollen die Familien und Alleinerziehenden unterstützen und gemeinsam nach Lösungen bei bedeutsamen Fragen suchen. Die in regelmäßigen Zeitabständen stattfindenden Elternabende bieten einen kontinuierlichen Informationsfluss zwischen den Bezugspersonen und den Eltern. Es besteht die Möglichkeit, hier direkt notwendige Themen anzusprechen, um eventuelle Unstimmigkeiten zu identifizieren und um Lösungsansätze zu finden.
Kurzgespräche mit den Eltern sind ein gutes Mittel, um den Kontakt zu pflegen und zu vertiefen. Die Bezugspersonen wissen um die Bedeutung sogenannter Tür- und Angelgespräche und nutzen diese, um einen positiven Kontakt zu wahren. Das Elterneinzelgespräch mit zeitlich abgestecktem Rahmen soll Eltern unterstützen, Probleme mit Handlungsstrategien zu meistern und Orientierungspunkte entdecken. Gemeinsam an der gesunden seelischen Entwicklung der Kinder zu arbeiten ist von großer Bedeutung.
Öffentlichkeitsarbeit bedeutet für uns aufmerksam machen auf die Situation von Familien mit Schulkindern und Transparenz der geleisteten Arbeit in der Einrichtung. Die Wertschätzung der Einrichtung im Stadtteil ist Ziel unserer Öffentlichkeitsarbeit. Dabei bemühen wir uns, traditionellen Klischeevorstellungen entgegenzuwirken, Solidarität zu fordern und uns an öffentlichen Diskussionen zur Pädagogik zu beteiligen.
Da die Schule einen wichtigen Anteil am Alltag der Kinder hat, möchten wir uns um einen engen Kontakt zu den Lehrkräften der Kinder aus unserer Gruppe bemühen. Bei schulischen Problemen des Kindes können so gemeinsam mit Eltern und Lehrerinnen Konzepte entwickelt werden, um gemeinsam am Lösungsansatz zu arbeiten. Der Kontakt kann aber auch dadurch gefördert werden, dass der Hort Schulveranstaltungen besucht und im Gegenzug die LehrerInnen in den Hort einlädt.